Kobershain

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wurde erstmals 1205 als Rittersitz Kobirshagen urkundlich erwähnt.
Um 1529 erblühte dieser zum Rittergut mit Mühle, Schäferei, Gärtnerei und Landwirtschaft.
1637 wurde der Ort durch Pest, Belagerungen und Plünderungen zerstört. Die Wiederbesiedlung erfolgte 1662 mit bedeutender Landwirtschaft und Fischzucht.

1815 wurde Kobershain zum Grenzort zwischen Sachsen und Preußen erhoben. Zeitzeuge von damals ist das „Grenzhaus“, heute Wohnhaus.
1836 zerstörte ein Brand den Dorfkern mit Schule und Kirche zum größten Teil.

Sehenswerte Kulturdenkmale sind die Wehrkirche aus dem 17. Jahrhundert, das Schloss des ehemaligen Rittergutes mit Torbauten und Wirtschaftsgebäuden, das Pfarrhaus mit Seitengebäuden sowie die Bockwindmühle (bereits 1824 erwähnt).

Kobershain, seit 1999 Ortsteil der Stadt Schildau, ist ein typisches Straßendorf, das seinen historischen Grundriss weitgehend erhalten hat. Es liegt in reizvoller Umgebung am Nordrand der Dahlener Heide und seine Gemarkung ist überwiegend Bestandteil dieses Landschaftsschutzgebietes. Wertvolle Grünbereiche sind unter anderem das Waldgebiet „Klinge“, der Höllengrund, das Gehölz am Schützenteich mit der Wasserburg – ein Flächennaturdenkmal, der Park des ehemaligen Rittergutes und die Streuobstwiese in der Bergstrasse.

Zahlreiche Teiche in der Umgebung runden das idyllische Erscheinungsbild ab.

Erholungssuchende und Tagesausflügler finden hier ein ausgeprägtes Netz von markierten Rad- und Wanderwegen mit Schutzhütten, Aussichtspunkten und Rastplätzen, das den Ort sowohl an das Schildbergareal als auch an die Hohburger Schweiz anbindet.

Zentrum sportlicher Betätigung bildet der Sportplatz mit Bolz- und Spielplatz. Das anliegende Vereinshaus mit Freisitz lädt zum Verweilen ein.

Jährlich im August findet hier das Sport- und Heimatfest statt.

Kobershain gehört seit 1999, als Ortsteil, zur Stadt Schildau und gehört seit dem 1. Januar 2013 zur Stadt

Belgern-Schildau.

 

Bockwindmühle in Kobershain