Lausa

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1251 als Lusene erwähnt - sorbisch luza - Sumpf oder Pfütze

Lausa - ein kleines Heidedorf, umgeben von Mischwald und einer abwechslungsreichen Flora und Fauna, ist wohl der reizvollste Ort in der Dahlener Heide.

 

Der Dreißigjährige Krieg war das vorläufige Ende von Lausa. Die Schweden zerstörten das Dorf, das im Jahre 1251 als Lusene erstmals erwähnt wurde, im Jahr 1637 vollständig. Erst viele Jahre nach dem Krieg besiedelten Bauern den einstigen lockeren Bauernweiler mit 127 Hektar Land wieder in einer Blockflur.

Die Kirche wurde im Jahre 1682 erneut aufgebaut. Sie besitzt einen mit Holzschindeln gedeckten Kirchturm, der eigenartigerweise eine Wetterfahne mit türkischem Halbmond trägt. Eine Legende spricht von einem Beutestück aus dem Türkenfeldzug. Wahrscheinlicher ist, dass der Halbmond an die Teilnahme sächsischer Truppen am Entsatz des 1683 von den Türken belagerten Wien erinnern soll, der zeitlich mit dem Wiederaufbau der Kirche zusammenfiel.

 

Lausa zählt heute annähernd 150 Einwohner, das südwestlich von Belgern in der Dahlener Heide an der Kreisstraße 8919 liegt.

Das Dorf wurde per 01. Januar 1999 nach Belgern eingegliedert. Lausa ist seit dem 1. Januar 2013 ein Ortsteil der Stadt Belgern-Schildau.

Sehenswert:
Dorfkirche mit Schnitzaltar
Zwillingsbaum am Ortsrand (100-jährige Stieleiche wuchs in Meterhöhe mit einer Rotbuche zusammen) -
Fachwerkhäuser und Gehöfte